Zwangsversteigerungen Köln

Zwangsversteigerungen Köln

15:22 18 März in Kaufen

Auch das gehört zu der bundesdeutschen Realität: Rund acht Prozent der Haushalte sind hierzulande überschuldet – ebenso wurden alleine im Jahr 2010 bei den Amtsgerichten über 80.000 Termine für die Zwangsversteigerung von Immobilien anberaumt. Ist der Eigentümer einer Immobilie mit seinen Kreditraten im Rückstand oder kann diese gar nicht mehr bedienen, kommt es häufig zum Äußersten und die Bank greift zur Zwangsversteigerung. Diese wird bei Amtsgerichten öffentlich durchgeführt.

Ein öffentlich bestellter Gutachter erstellt im Vorfeld ein Gutachten über Art und Zustand des Objekts. Die Termine können auf den Internetseiten des jeweiligen Amtsgerichts eingesehen werden. Die Gutachten liegen vor Ort zur Einsicht bereit. In einer Versteigerung selbst muss man in aller Regel eine Sicherheitsleistung über zehn Prozent des Verkehrswertes (dem Gutachten zu entnehmen) beibringen, um mitbieten zu können. Eine Pflicht zur Gebotsabgabe besteht allerdings nicht. Diese Sicherheitsleistung kann mittels Bargeld, einer Bürgschaftserklärung der Bank oder eines Bundesbankschecks erbracht werden.

Die Zwangsversteigerung bietet einige Vorteile. So ist ein Kauf unterhalb des Verkehrswerts einer Immobilie möglich. Allerdings müssen Gerichtskosten gezahlt werden, die entsprechend zu Buche schlagen. Dem Kaufpreis sind nach unten Grenzen gesetzt. Unterhalb von 5/10 des Verkehrswertes kann das Gericht den Kauf verweigern. In der ersten Versteigerung ist der Gläubiger (in der Regel die Bank) zudem berechtigt, ein Versteigerungsergebnis zwischen 5/10 und 7/10 des Verkehrswertes abzulehnen. Diese Grenze fällt dann im zweiten Versteigerungstermin, so dass durchaus die Möglichkeit besteht, günstig Immobilieneigentum zu erwerben. Wenn man sich unsicher ist, ob so eine Zwangsversteigerung etwas für einen selbst ist, sollte man sich einfach mal in eine der öffentlichen Versteigerungssitzungen hineinsetzen.